England´s verlorene Generation?

Heute ging ich wie immer ein paar Sachen zum Essen besorgen und stellte verwundert fest, dass fast alle Geschäfte auf der Hight Street geschlossen sind. Nur das kleine turkische Lebensmittelgeschäft wo wir immer Brot kaufen, hat noch halb offen. Die metallenen Türen sind zum einen Drittel nach unten gezogen und drinnen tummeln sich die Menschen in den schmalen Gängen.

Einige stehen vor dem Geschäft und unterhalten sich lebhaft. Ich kriege ein paar Gesprächsfetzen mit: „die Stadt unter Kontrolle kriegen“ und „jemand ist in Croydon erschossen worden“. Croydon ist nur ein paar Strassenbahn Stationen von uns entfernt. Wir gehen dort einmal in der Woche meditieren.
Auf dem Rückweg sehe ich wie zwei Polizisten ein paar Jugentliche kontrollieren und ihre Rücksäcke durchsuchen. Die Jugentlichen scheinen nicht sehr glücklich darüber, lassen aber das Prozedere über sich ergehen.

Das alles wirkt irgendwie sehr befremdlich. Wieder zu Hause schaue ich im Internet nach dem Stand der Dinge: Die Geschäfte in ganz London wurden geschlossen, die Polizei arbeitet am Rande ihrer Kräfte, viele Freiwillige patroullieren in der Nacht die Strassen um die Krawallen einzudämpfen und einige verlangen, dass die Armee ausrückt um Ordnung zu schaffen.

Es gibt einen ausgezeichneten Film, der ein englisches teenage Mädchen porträtiert: FISH TANK

Ich erinnere mich zB an ein Gespräch mit einer Bekannten, die mit ca. 10 Jahren nach England aus Sierra Leone eingewandert ist. Sie hat mir erzählt, dass die Hälfte der Mädchen aus ihrer Klasse mit 14 schwanger wurde, dass fast jeder auf der Schule Alkohol in grossen Mengen zu sich nahm und viele auch Drogen. Sie hat gemeint, sie hat es nur deshalb im Leben geschafft, weil sie die Werte, Disziplin und den Hunger auf Wissen und Ausbildung aus Sierra Leone nach England mitnahm.

Sie erzählte auch von ihrer Freundin, die Direktorin einer „Problemschule“ ist und gesagt hat, sie und die anderen Lehrer sehen ihre Aufgabe als erfüllt, wenn sie die Kids durch die Schuljahre durchbringen ohne dass sie sich gegenseitig umgebracht haben.

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Ein grosser Meister ist gestern 253 Jahre alt geworden!

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Wir verneigen uns vor dem grossen Meister der Musik!

Mein Mann und ich haben eine spezielle Verbindung mit Mozart weil wir genau an dem Tag seines 250sten Geburtstages standesamtlich geheiratet haben. So ein Glück, dass keiner im Januar heiraten will 🙂 Der Standesamt-Terminkalender war völlig leergefegt und die Beamtin sagte wir können jeden Januartag haben, den wir wollen. Wir tipsten auf irgendeinen Tag unter der Woche und als wir später herausfanden, dass unser Hochzeitstag auch Mozart Geburtstag ist, waren wir sehr glücklich. Der Zufall war uns hold 🙂

Mein Zugang zu Mozart ist kein musikalischer, sondern ein vibratorischer. Erst durch die Vibrationen lernte ich seine Musik zu schätzen und seinen Genie zu verehren. Wie zum Beispiel an unserem Hochzeitstag: Mozarts Vibrationen flossen in Strömen und alles war so leicht, fröhlich, verspielt. Die ganze Zeremonie über machten wir Witze mit dem Standesbeamten und lachten. Es war ein wunderbarer Tag!
Genau die gleiche Art von Vibrationen spürte ich als wir Mozart´s Geburtshaus in Salzburg besuchten. Keine Spur von der Schwere und Ernsthaftigkeit, die auf der Stadt lasten; wieder diese verspielte Leichtigkeit und Lebensfreude und alles förmlich überflutet mit Vibrationen.

Seit diesen zwei Ereignissen höre ich Mozart´s Musik mit einem anderen Ohr 🙂

Und hier sind zwei Fotos, die wir in seinem Haus gemacht haben, bevor uns gesagt wurde, dass fotografieren verboten ist 🙂

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Sein Haus von aussen:
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Bunte Wände

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Wände, Wände werdet bunt! Es macht so viel Spaß eine Wohnung einzurichten, ihr den ganz persönlichen Touch zu geben. Ich mag es wenn es um mich herum bunt ist: bunte Menschen, bunte Blumen, bunte Wände. Das ist die Wand unserer letzten Wohnung. Unsere neue Wohnung, noch kahl und blass, wartet schon auf einen fröhlichen Pinselstrich.