Du bist der Meister deines Lebens und deines Todes

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Die natürlichen Gesetze des Universums sind unantastbar. Energie verdichtet sich zu Masse. Man isst mit dem Mund und nicht mit der Nase. Wer zu atmen vergisst, läuft blau an und stirbt. Über gewisse Dinge kann man sich einfach nicht hinwegsetzen.

Es ist auch Bestandteil des kosmischen Gesetzes, dass, was du sagst und tust, dein Leben bestimmt. Der Durchschnittsmensch meint, dieses Gesetz sei eine Äusserlichkeit, und fühlt sich davon eingeschränkt und gesteuert.
Seine Wünsche beunruhigen sein Gemüt, sein Gemüt beunruhigt seinen Geist, und er lebt in ständigem Kampf mit sich und der Welt. Sein ganzes Leben ist ein Ringen damit.

Der überlegene Mensch erkennt, dass er und das höhere Gesetz eins sind.
Darum übt er sich darin, mit ihm übereinzustimmen, mässigt seine Handlungen und klärt sein Denken.
Gelingt ihm dies, so ist er im Einklang mit allem, was göttlich und erleuchtet ist.

Er verbringt seine Tage, indem er Gelassenheit einatmet und Zufriedenheit ausstrahlt.

Dies ist die tiefe und einfache Wahrheit:
Du bist Meister deines Lebens und deines Todes.
Was du tust, ist, was du bist.

LAO TSE (übersetzt von Brian Walker)

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Ein Tiger mit Schuldgefühlen

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Foto: janmichael Flickr

Haben Sie schon irgendwann Schuldgefühle gehabt? Es ist so als würde uns etwas von innen zerfressen. Man kann nichts geniessen. Einmal traf ich ein Mädchen, das zu mir sagte, dass sie sich schuldig fühlt. „Wofür?“ fragte ich. „Ich weiss nicht“ – antwortete sie – „ich glaube jeder ist für irgendwas schuldig, es gibt keine schuldfreie Menschen.“ Manchmal sind unsere Schuldgefühle an ein bestimmtes Ereignis geknüpft und ein andermal sind sie unbewusst. Wir fühlen uns das ganze Leben miserabel und wissen nicht einmal warum. Im Westen fühlt sich fast jeder direkt oder indirekt schuldig. Nach der Realisation kann man es ganz einfach spüren: der linke Zeigefinger brennt wenn man auf jemand die Aufmerksamkeit lenkt. Die Menschen wiederholen auch andauernd: „Entschuldigung, entschuldigung, entschuldigung“ ein Wort, das so oft gesagt wurde, dass es jeglicher Bedeutung entbehrt. Und ein Wort, das man (Sie wären erstaunt!) nur sehr selten oder gar nicht in Ländern wie Indien hört.

Ausser, dass man sich miserabel fühlt haben Schuldgefühle noch weitere grosse Nachteile:
1. sie halten einen davon ab sich selbst anzuschauen und sein Verhalten zu korrigieren. Es ist genauso unsinnig als wenn man sich mit dem Auto verfährt und statt nach dem richtigen Weg zu suchen bleibt man stehen und jammert: „Warum nur habe ich nach links abgebogen?“
2. wenn man Schuldgefühle hat, kann einen jeder mit Leichtigkeit manipulieren.
3. oft kann durch die Schuldgefühle die Kundalini nicht aufsteigen und wir bekommen unsere Selbstverwirklichung nicht.
4. viele Krankheiten kriegt man von Schuldgefühlen.

Was ist die Wurzel der Schuldgefühle?
Eine der Wurzel ist die Stelle in der Bibel wo geschrieben steht, dass wir von Geburt an schuldig sind. Diese Stelle wurde vollkommen missinterpretiert. Natürlich ist keiner von Geburt an schuldig. Die Menschen haben im Gegensatz zu den Tieren die Fähigkeit sg. „Sünden“ zu begehen, weil sie ein „Ich“ besitzen und sich dadurch als getrennt von ihrer Umwelt wahrnehmen. Aber das sind wie gesagt zwei unterschiedliche Paar Schuhe. Durch das ständige „mia culpa“ affirmieren graben sich die Schuldgefühle so tief in uns ein, dass wir allein schon den Gedanken unschuldig zu sein als Blasphemie empfinden.

Ein weiterer Grund, glaube ich, ist die extreme europäische Expansion in den letzten paar Jahrhunderten, die sehr viel Übel in der Welt angerichtet hat und in uns das ohnehin schon vorhandene Schuldgefühl noch verstärkt hat. Auch im 21. Jahrhundert betreiben wir ein noch ein quasi „koloniales System“, das die meisten Länder in Abhängigkeit und Misere hält. Statt sich schuldig zu fühlen (was niemanden etwas hilft) wäre es viel besser wir würden die Situation ins Gleichgewicht bringen.

Wie wird man die Schuldgefühle los?
Zu erst die Selbstverwirklichung. Dann können wir mit der rechten Hand den linken Halsansatz massieren und immer wieder sagen „Mutter ich bin nicht schuldig.“
Ja, es ist so einfach! Aber das ist nur der Anfang… 🙂

Chinesen und ihre Regierung

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Foto: ? gefunden im Internet, schön nicht wahr?

Wenn ich Reden halte, fragen mich die Menschen oft:
„Cao Siyuan, wann wird die Zentralregierung unsere Ansichten akzeptieren?“

Ich sage dann:

„Warum fragt ihr mich immer danach, ob die Zentralregierung bereit ist, sie zu akzeptieren oder nicht?“ Was ist denn die Zentralregierung? Sie sind Diener.
Sie sind Diener des Volkes. Man kann nicht Akzeptanz als Maßstab nehmen, um Diener zu beurteilen. Wenn ich zum Beispiel zu Hause ein Dienstmädchen zum Kochen anstelle, dann versuche ich doch nicht, alles zu tun, was das Dienstmädchen will. Das Dienstmädchen sollte mich fragen, was ich essen möchte. Die Beziehung zwischen Bürgern und Staatsdienern sollte nicht auf den Kopf gestellt werden.

Cao Siyuan, wirtschaftlicher Berater der Zentralregierung China.

Frauen wie Göttinnen

Meine Blog-Freundin Radha, die aus Italien stammt aber seit einigen Jahren in Hong Kong lebt, hat mich aufmerksam auf dieses schöne, traditionell chinesische Kleidungsstück gemacht. Hanfu ist sehr angenehm zum Tragen hat sie mir gesagt und anders als Kimono auch sehr einfach zum Anziehen.

Es fasziniert mich immer wieder wie die traditionellen Kleider die Schönheit einer Frau unterstreichen. Sie lassen Frauen wie Göttinnen aussehen oder im Falle des Hanfus wie kostbare Blumenblühten. Und die Männer wie Männer. Hanfu bringt es sogar fertig auf einer Frau weiblich auszusehen und auf einem Mann männlich 🙂

Radhas Blog ist voller Inspiration und frischer, orgineller Ideen. Und was mir besonders gefällt sie bringt einem den Alltag in Hong Kong näher. Man findet auch allerlei Interessantes über die Chinesische Kultur.

Link: Boundless Inspiration

Meine Lieblingsartikeln von ihr:
Tao is here
Chinese Essence
Cooking does really make people queens and kings
Green Souls of the World
Silent Worrior´s notes on the weekend
und vieles mehr

Wer sich noch mehr von den schönen Hanfus anschauen möchte kann diesen Blog besuchen. Die Fotos stammen von dort. Man kann sich sogar einen Hanfu bestellen wenn man chinesisch kann 🙂

Bescheidenheit in chinesischer Tradition


Leela

Es gibt Bücher, die man einmal liest und nie wieder zu ihnen zurückkehrt und es gibt Bücher, die einen das ganze Leben lang begleiten. I Ging ist für mich so ein Buch. Damit bin ich in einer guten Gesellschaft 🙂 Konfuzius war angeblich von dem Buch so fasziniert, dass er am Ende seines Langen Lebens bedauert hat, er hätte nicht mehr Zeit zur Verfügung gehabt um das Buch zu studieren.

Das Buch wurde immer wieder bearbeitet und um neue Komentare erweitert. Man kann also sagen, dass ein grosser Teil chinesischer Waisheit drinnen steckt.

Hier eine Kostprobe:

„Das Gesetz des Himmels macht das Volle leer und füllt das Bescheidene: wenn die Sonne am höchsten steht, muss sie nach himmlischem Gesetz dem Untergang zu, und wenn sie am tiefsten unter der Erde ist, geht sie einem neuen Aufstieg entgegen. Wenn der Mond voll ist nimmt er nach dem selben Gesetz ab, und wenn er leer ist, nimmt er wieder zu. Dieses himmlische Gesetz wirkt sich auch in den Schicksalen der Menschen aus. Das Gesetz der Erde ist das Volle zu verändern und dem Bescheidenen zuzufliessen: die hohen Berge werden von den Wassern abgetragen und die Täler aufgefüllt. Das Gesetz der Schicksalsmächte ist, dem Vollen zu schaden und dem Bescheidenen Glück zu spenden. Und auch die Menschen hassen das Volle und lieben das Bescheidene“.

Interessanter Link