Die Fähigkeit sich emotional nicht zu involvieren

zeugesein

Am Anfang habe ich gar nicht verstanden was es bedeutet Zeuge zu sein, etwas wahrzunehmen ohne sich zu involvieren. Wozu soll das überhaupt gut sein? Es verging ziemlich viel Zeit bis ich begriff, dass dieser Zustand nichts mit Gefühlskälte oder einer gewissen Wurstigkeit zu tun hat. Eigentlich habe ich es erst richtig verstanden als ich es erfahren habe. Aber auch heute fällt es mir oft schwer in diesem „Witness-state“ zu sein.

Zeuge sein zu können ist laut Sahaja Yoga eine Qualität des Visshudi Chakras.
Das Land des Visshudis ist Amerika und so war ich sehr überrasch und dann wieder gar nicht überrascht als mir ein Buch von Bear Heart (Muskogee Indianer) in die Hände fiel, wo er die Bedeutung genau dieser Eigenschaft erklärt. Hier ein Ausschnitt aus diesem schönen Buch:

„Eines der schwierigsten Dinge in meiner Ausbildung (zum Medizinmann) war es, zu beobachten und dabei unbeteiligt zu bleiben und meine Gefühle zurückzuhalten – doch nur so kann man die eigene Kraft auf eine Weise kanalisieren, die den Menschen wirklich hilft. Wenn wir eine Sache wahrnehmen, egal ob es sich um eine Tätigkeit handelt, einen Sport, einen Streit oder sonst irgendwas, ist es stets wichtig, dass man in der Lage ist, die Positon des Beobachters einzunehmen, ohne sich emotional zu stark zu engagieren. Wenn man jemand sieht, der starke Schmerzen hat, könnte man sich vom Mitleid überwältigen lassen, so dass man am Ende mit dem anderen zusammen weint – das mag helfen aber mit Sicherheit nicht viel. Man kann mehr helfen, wenn man stark genug ist die eigenen Emotionen zu zügeln und dem anderen Mut zuzusprechen. Das nennt man Einfühlungsvermögen – man versetzt sich in die Lage der Person, allerdings nur mit dem Verstand, bleibt gefühlsmässig aussen vor und versucht so, der Person die Sicherheit zu geben, die man selbst hat.“

Bear Heart „Der Wind ist meine Mutter“

Wie eine kühle Brise alles verändern kann…

coolvibrations_1

Die kühle, sanfte Brise über unseren Kopf macht einen Unterschied. Manche von uns haben das ganze Leben danach gesucht und sind sich der Bedeutung des Augenblicks indem ihre Kundalini aufsteigt bewusst. Nur ein Augenblick… aber sie wissen ihr Leben wird nie wieder so sein wie es war. Sie wissen sie haben es gefunden; das was sie nie in Worte fassen konnten, was bis vor kurzem nur ein vages und verschwommenes Gefühl war, dass es noch etwas mehr geben muss.

Tagores Prophezeiung


Foto: fotopoetry (Ganapatipule, India)

    Aus Gitanjali geschrieben von Rabindranath Tagore

    An den Küsten von Bharat,
    Wo die Menschen aller Nationen zusammenkommen,
    Erwache mein Herz!
    Mit erhobenen Händen
    Schicke ich meine Hochachtung dem Gott der Menschheit,
    Und mit einer feierlichen Stimme
    Singe ich über seine Herrlichkeit.
    Dem Ruf, von dem keiner weiss, von wem er erscholl,
    Folgen unzählige Ströme von Menschen
    Und vereinigen sich im Meer vom Bharat.
    Die Arier, die Nicht-Arier, die Draviden,
    Die Hunnen, die Pathans, und die Mogulen-
    Sie alle haben sich zu einem Körper vereinigt.
    Heute hat der Westen seine Tore geöffnet,
    Und von dort kommen Gaben.
    Geben und nehmen,
    Alles ist willkommen an den Küsten von Bharat,
    Wo Menschen aller Rassen zusammengekommen sind.

    In diesem Feuer
    Ist die blutende Flamme des Leidens verglüht.
    Ertrage diese Entsagungen
    Und höre den Ruf dieses Einen.
    Überwinde alle Furcht, alle Ängste.
    Und lass all die ertragene Demütigung vergessen.
    Was für ein grossartiges Leben wird entstehen
    Am Ende der Tage des Leidens.
    Die Nacht endet,
    Die grosse Mutter ist erwacht
    an den Küsten von Bharat,
    Wo die Menschen aller Rassen zusammengekommen sind.

    Komme, oh Arier und Nicht-Arier,
    Hindu und Moslem,
    Komme, oh Engländer und Du Christ,
    Komme, oh Brahmin,
    Reinigt Eurer Inneres und klatscht freudig die Hände,
    Komme, oh Unterdrückter,
    Und lass alle Bürden der Demütigung vergessen,
    Zögert nicht, sondern kommt alle,
    Um die Mutter zu salben
    an der Küste von Bharat,
    Wo die Menschen aller Rassen zusammengekommen sind.

Gute Nachrede


TADAHIRO UESUGI

Einmal fuhr ich mit dem Zug durch Polen. In meinem Abtei sassen zwei Mädchen und unterhielten sich über ihr Studium. Eine erzählte über ihre letzte Prüfung bei einem alten anscheinend sehr gefürchteten Professor (vielleicht einer jener Sorte, die meinen nur der Gott schafft einen einser, der Prof einen zweier und der beste Student höhstens einen dreier).

Jedenfalls hörte sie wie ihre Vorgängerin ihre Prüfung ablegte und bekam mit, dass sie einen zweier gekriegt hat. Dann kam sie dran und der Prof wollte ihr einen dreier geben.
„Beim ganzen Respekt – lieber Herr Professor“ sagte sie zu ihm „ich finde ihre Benotung ungerecht“.
Ich beendete ihre Ausführungen in Gedanken: warum hat die vor mir eine bessere Note bekommen, wo ich doch mindestens genauso gut war bla bla bla…

Aber zu meiner grossen Überraschung sagte sie: warum haben sie dem Mädchen vor mir nur einen zweier gegeben, sie hat ihre Fragen doch perfekt beantworten können, ich finde sie verdient einen glatten einser.

Der Prof lächelte und sagte: Also gut, sie kriegt einen einser und du einen zweier 🙂

Dieses Gespräch hat mich beeindruckt. Um wieviel besser es doch ist Gutes anderen zu wünschen und Gutes über sie zu erzählen!

Die Katze des Rabbiners

Humor ist eine der besten Eigenschaften an den Menschen, schätze ich. Aber Humor ist nicht Humor. Ich glaube, dass er für ein Land sehr spezifisch sein kann.

Der österreichische Humor (den ich sehr mag) zum Beispiel ist etwas morbide und ironisch und er scheint sich nicht besonders mit dem russischen (den ich ebenfalls sehr mag) zu vertragen. Jedenfalls habe ich oft beobachtet, dass Russen einen Witz machen und die Österreicher perplex drein schauen und vice versa.

Die Polen sind sehr empfindlich für Situationskomik. Man schaut sich zusammen eine Sache an und bricht ins Gelächter – ohne ein Wort. Einer dritten Person aber, der sich die Komik der Situation nicht offenbart hat, kann man es unmöglich erklären – meistens jedenfalls.
Ich lag schon mal mit einer Freundin auf dem Boden und wir schnappten vor lauter Lachen verzweifelt nach Luft, weil uns etwas dermassen komisch vorgekommen ist.

Für diese Art von Komik scheinen wiederrum die Franzosen nichts übrig zu haben – zu mindest die Pariser-Franzosen nicht. Ich lebte mal ein Jahr in Paris und hatte dort eine lustige polnische Freundin. Wir zogen oft mit unseren französischen Freunden durch die Gegend und lachten herzhaft über dies oder jenes. Unsere Freunde schauten dann immer befremdet drein und eimal hat mir einer verraten, dass es für sie so ungewohnt war zwei Frauen so herzhaft lachen zu sehen, dass sie sich am Anfang überlegt haben ob wir nicht etwas verrückt sind.

Das machte mich neugierig und ich beobachtete die Frauen ein bisschen und tatsächlich habe ich über das ganze Jahr nie zwei Pariserinnen lachen sehen. Ich muss sagen, dass sich mir der Pariser Humor irgendwie nicht eröffnet hat.

Dafür habe ich in keinem anderen Land so viel gelacht wie in Bosnien! Ach wie ich bereut habe, dass ich nicht alles verstehen kann bzw. dass mir meine Freundin nicht alles 1:1 übersetzen kann. Fast jeder Bosnier, der uns über den Weg gelaufen ist, war ein geborener Entertainer 🙂

Die Brasilianer sind ebenfalls sehr lustige Menschen, dabei sind sie auch sehr scharfsinnige Beobachter des Lebens. Sie haben massenhaf an lustigen Sprüchen die haargenau eine bestimmte Lebenslage beschreiben. Ein Beispiel: wenn jemand sich in einer aussichtslosen Situation befindet sich aber dessen gar nicht bewusst ist und sie noch zu geniessen scheint, sagen sie er ist „wie ein Küken auf einem Misthaufen“. Da haben sie anscheinend beobachtet, dass die Küken sehr viel Spass mit Müll haben können. Ein Misthaufen ist für die kleinen Küken wie ein regelrechter Abenteuerpark.
Diesen Huhn den ich im Supermarket fotografiert hab, finde ich auch sehr witzig:

Und dann gibt es noch den jüdischen Humor, der einfach köstlich ist! Vor ein paar Tagen hat mein Mann ein Komix nach Hause gebracht „Die Katze des Rabbiners“ und ich lachte und lachte. Ganz so nebenbei kann man ziemlich viel über die jüdische Kultur und Tradition erfahren.

Die Katze des Rabbiners ist die lustigste Katze überhaupt. Ich kann jedem nur empfehlen eine Bekanntschaft mit ihr zu machen!

Shri Mataji im Land der amerikanischen Ureinwohner

indianer-nordamerikas3.jpg
Red Cloud

Ausschnitt aus dem Buch: „Das metamoderne Zeitalter“ von Shri Mataji Nirmala Devi:

„In Los Angeles sprach ich mit einigen Ureinwohnern, die voller Sorge waren, weil man ihnen vor langer Zeit ein Stück Land abgenommen hatte, das sie jetzt gerade zurückhaben wollten. ich fragte sie, was es Besonderes mit diesem Land auf sich habe, schliesslich hätten sie ganz Amerika verloren, also warum ausgerechnet dieses Stück Land? Sie erzählten: „Es ist unser Heiliges Land, auf dem Salbei, eine heilige Pflanze wächst. Schon seit langer Zeit wissen wir um dieses Heilige Land und besuchen es jeden Monat an einem bestimmten Tag um zu beten.“ Und einmal im Jahr kommen Indianer aus ganz Amerika angereist, um hier zu Gott zu beten.

Leider wurde dieses Stück Land von einem Inder aus einer materialistischen Gesellschaft erworben. Sie dachten, weil ich Inderin sei und aus einem so alten Land stamme, könne ich ihre Gefühle besser verstehen und baten mich, mit dem Inder zu sprechen und ihm zu erklären, dass es sich um ein Heiliges Land handle und den Menschen gegeben werden solle, die zu Tausenden dorthin zu beten kommen.

ureinwohner-amerikas.jpg

Recht überrascht nahm ich zu Kenntins, dass sie annahmen mein indischer Landsmann müsse religös sein und würde deswegen das Land an seine ursprünglichen Besitzer, denen es heilig war, zurückgeben. Offensichtlich wussten sie nicht, dass viele im Ausland lebende Inder nur noch das Geld anbeten. Ihre alten Wurzeln und ihre Kultur haben sie verloren. (…) Ich wusste, dass dieser Inder um keinen Preis auch nur einen Quadratzentimeter dieses Landes, das er von der amerikanischen Regierung gekauft hatte, wieder hergeben würde.

Die Geschichte des Kampfes der Ureinwohner in Amerika ist lang und ergreifend.
Sie versammelten sich hinter einer dicken Siedlungsmauer und beteten dort in der Hoffnung, dass dieses mit so starken Vibrationen gesegnete Land ihre Gebete erhören wird. Ich bin ihrer Meinung, denn ich weiss, dass es bestimmte Orte gibt, die besonders starke Vibrationen haben, und wenn sie von einem Ort behaupten, dass es solche Vibrationen hat, muss es die Wahrheit sein, denn alle anderen Ländereien, die ihnen die Weissen weggenommen und geplünder haben, interessieren sie nicht. Sie wollten nur dieses Stück land.

Ich wusste nicht wie ich darüber mit der amerikanischen Regierung hätte sprechen sollen und ob man mich verstehen würde, denn die Regierung hat alle Hände voll zu tun mit Kriegen und Problemen anderer Länder. Die Ureinwohner hatten alle eine dunkle Hautfarbe. Ich konnte ihren schönen und einfühlsamen Augen ansehen, wie tief ihr Wunsch war, dieses Land zu bekommen, erklärte ihnen aber, dass ich in meiner Position dieses Land nicht zurückbekommen könne. Aber sie sagten: „Du bist eine Heilige, wenn Du zu Gott betest, werden wir das Land sicher wiederbekommen.“

Ich war tief berührt von dem einfachen Wunsch dieser schönen Menschen,
der von den weisshäutigen Ohren womöglich niemals erhört wird. Mein Herz blutete für sie, und ich wünschte mir sehr, dass der Tag kommen wird, an dem sie ihr Land und die göttlichen Vibrationen dieses Landes wiederbekommen werden. Sie erzählten mir, dass in alter Vergangenheit vielmals Menschen geheilt wurden, die an diesen Ort gekommen waren und zu Gott gebetet haben.

Die Begegnung mit den amerikanischen Ureinwohnern erfüllte mich mit grosser Liebe und Achtung.
Sie kamen anständig und würdevoll gekleidet zu mir und sassen einfachen Herzens wie Engel mit gefalteten Händen auf der Erde.Voll inneren Friedens. Nur die Frauen sprachen. Ihr Wunsch, dieses Heilige Land wiederzubekommen, war in keinster Weise materialistisch.

Ich sah in diesen Menschen, die zu Waisenkindern ihres eigenen Landes gemacht worden waren, einen tiefen Glauben an das Göttliche. Die Art wie sie dieses Land verehren war beeindruckend. Sie wollten es nicht aus wirtschaftlichen oder finanziellen Interessen wiederhaben, sondern einfach aus einem Gefühl heraus, ähnlich dem Gefühl, das Inder für den Ganges haben. Sie fühlten, dass es ihr heiliges Land ist, und dass sie einmal im Jahr dorthin gehen müssen, um ihre Hingabe an Gott zum Ausdruck zu bringen. Was sie über das Göttliche sagten, freute mich, denn es war absolut wahr.“

native_american_indian.jpg
Illustration: David

Mit dem Herz eines Löwen durchs Leben schreiten! Ein Erfahrungsbericht aus dem Leben einer Sahaja Yogini

india1.jpg 

Foto: Artur Kolakowski

Das erste mal in Indien! Mein Bruder und ich stiegen aus dem Flieger, atmeten tief die sehr ungewöhnliche, fast betörende Luft Bombays ein und nahmen ein Taxi nach Vashi. Der Fahrer raste, fröhlich zu einem Bolywood-song pfeifend, vor sich hin. Vom Bremsen schien er keine große Meinung zu haben. Alles was sich vor uns befand und langsamer war, wurde sofort überholt – der Gegenverkehr schien ihm dabei keine großen Sorgen zu bereiten.  Und das Unvermeidliche geschah: wir überholten gerade, in einer Kurve, ein voll beladenes, riesiges Lkw als wir merkten, dass uns ein anderes Lkw entgegen kommt. Alle so schnell unterwegs wie sie nur konnten – wie es mir schien. Die Strasse war schmal und voller Löcher. „Das wär´s – dachte ich – adieu mein junges Leben, jetzt sehe ich wie es auf der anderen Seite so ausschaut“. Ich kniff die Augen zusammen und wartete…. und wartete….. und wartete. Nichts geschah. „Wahrscheinlich kommt einem der letzte Moment des Lebens immer so ewig lang vor“ – dachte ich. Doch so lang auch wieder nicht! Ich öffnete wieder die Augen und merkte, dass wir gerade ein anderes Auto überholten. Der Fahrer saß entspannt und gut gelaunt da und pfiff weiter als wäre nichts passiert. Ist ihm denn entgangen, dass wir um eine Haaresbreite dem Tod entkommen sind? Wie, ist mir allerdings bis heute nicht ganz klar.

 india2.jpg

Foto: Artur Kolakowski

Im Laufe unseres Indienaufenthaltes merkte ich, dass unser erster Fahrer keine lebensmüde Ausnahme war, sondern eher die Regel. Mit der Zeit ließ ich bei solchen Manövern die Augen offen und beobachtete neugierig. Nach allen mir bekannten physikalischen Gesetzen hatten diese Manöver kein Recht sich auszugehen, und doch taten sie das. Jedes Mal. Irgendwie. Alle Beteiligten blieben dabei immer ganz cool und keiner geriet in Panik. Man braucht auch eine gehörige Portion des Urvertrauens in das Leben um in Indien so manche Strasse zu überqueren. Besonders wenn sie 4 oder 5-spurig ist. Man wartet vergeblich bis alle 5 Spuren frei sind. Man muss im steten Tempo vor sich hin schreiten und darauf vertrauen, dass einen jeder bemerkt und keiner überfährt. Was man auf keinen Fall tun sollte ist sich in der Mitte unsicher zu werden oder über physikalische Gesetze nachzudenken.  

Woher nehmen die Inder bloß dieses Urvertrauen? Diese Frage ließ mich nicht in Ruhe. Anfänglich schien mir das ganze auch nicht einleuchtend. Die ökonomische Situation ist dort viel unstabiler als in Österreich, es gibt kein dem österreichischen vergleichbares soziales Netz, das einen auffängt, Pensionsvorsorge usw. Eigentlich sollten die Menschen im Westen viel mehr von dieser Sicherheit haben als die Inder. Und doch ist es umgekehrt.  Doch dann fiel es mir auf wie die Menschen in Indien mit Kindern umgehen und alles ergab wieder einen Sinn. Die Kinder sind der Mittelpunkt des Lebens. Sie werden von allen sehr geliebt und von niemandem verwöhnt. Nach Sahaja Yoga ist der Sitz der inneren Sicherheit das mittlere Herz (Center Heart). Innerhalb der ersten 10 Lebensjahre werden Antikörper (Sanskrit: Ganas) gebildet, die einem Mut, Vertrauen und eine starke, selbstbewusste Persönlichkeit verleihen. Deswegen ist es für kleine Kinder besonders wichtig, dass sie in Harmonie und Zufriedenheit aufwachsen. Das kann den Lauf ihres ganzen Lebens bestimmen. Später ist es schwierig dieses Manko auszugleichen. In der Meditation ist es allerdings möglich auch im Erwachsenenalter neue Antikörper zu bilden, die das Center Heart stärken. 

india4.jpg 

Foto: Artur Kolakowski

Und so lernte ich in Indien, dass die innere Sicherheit nicht so viel mit äußeren Umständen zu tun hat, sondern viel mehr mit dem inneren Zustand.Indien ist ein wunderbares Land wenn man sich ihm hingibt, ein unglaublich mütterliches Land. Man fühlt sich nach einiger Zeit wie ein Baby – beschützt, behütet und rundum wohl. Die Gesichtszüge werden dort weicher und man wird viel entspannter. Als ich nach 4 Monaten Indien wieder nach Österreich zurückkehrte, erlebte ich den berühmten „Kulturschock“.  

india-children.jpg Foto: Divyesh Sejpal