Surreale Schönheit Brasiliens

Es gibt Orte, die so schön sind, dass einem fast der Atem stockt. Zu diesen Orten gehört zweifellos Brasilien. Man ist irgendwo in Brasilien und denkt sich: „wow, das ist so schön, es kann einfach nicht mehr überboten werden“ und dann macht man zwei Schritte und es wird noch schöner.
Wie zum Beispiel an diesem Tag im Nationalpark in der Nähe von Penedo: wir gingen ca. eine halbe Stunde einen schmalen geschwungenen Pfad hinauf. Manchmal war unser Weg überdeckt von kleinen violetten Blumen. So poetisch! Und dann auf einmal stand dieser riesige Wasserfall vor uns. Wir blieben wie angewurzelt stehen und konnten vor Begeisterung ein paar Minuten nur noch ein einziges Wort sagen: „Wow!“

Nur zwei Stunden später als wir den National Park verlassen wollten, stellte mein Schwager fest, dass wir kein Benzin mehr im Tank haben und irgendwo stehen bleiben müssen. Er stellte das Auto am Wegrand ab und fragte ob wir mitkommen. Wir stiegen ein paar Stufen rauf aber statt der erwarteten Tankstelle, sah ich das schönste was ich je gesehen habe (und das war nur zwei Stunden dachdem ich gedacht habe, dass das schönste was ich je gesehen habe jener Wasserfall war :). Diese Dosis Schönheit so unerwartet war fast wie ein Schock!


Wieder blieb ich wie angewurzelt mit offenem Mund stehen. Nachdem ich mich ein bisschen erholt habe beschloss ich ein paar Fotos zu machen. (Ein Tourist sollte seine Pflichen nie vergessen! ;)).
Doch die Fotos waren sehr enttäuschend. Sie wiedergaben nicht mal mikrige paar Prozent von dem was die Augen sehen konnten. Alles sah so irgendwie ausgebleicht aus, farblos ohne Tiefenschärfe. Ich erwog kurz alle meine Brasilienfotos zu löschen und die Eindrücke in Erinnerung zu behalten.
Doch der Wille dies umzusetzten war nicht stark genug.

Der schönste Ort um ein Buch zu lesen

Das ist für mich der perfekte Platz um ein Buch zu lesen. Nach jeder umgeblätterten Seite würde man dann ein paar Minuten zu der schönen Küste von Rio hinausschauen und ihre Anmut bestaunen.
Dieser Ort ist auf dem Weg zum Sugar Loaf. Man fährt zuerst mit einer Gondel auf einen Berg und von dort nimmt man eine zweite Gongel auf den Sugar Loaf. Und das ist eben der erste Berg.
Man fühlt wie sich dort die Sinne beruhigen und wie man gewissermassen des Alltags enthoben wird. Ein Ort von enormer Intensität, weil man dort der Realität näher kommt.

Schade, dass ich kein Buch und keine Zeit gehabt habe ;)…

Eine Stadt übermalt mit Graffitis

Rio de Janeiro ist eine Stadt voller Graffitis. Das Repertoir reicht von Meisterstücken an Kunst und Kreativität bis hässlicher Schmiererei auf ansonsten schönen Gebäuden.
Bis ich Rio sah hätte ich nie gedacht, dass mich Graffitis interessieren könnten. Doch Rio hat mich eines besseren belehrt.
Ich habe ein paar Fotos vom fahrenden Auto gemacht. Es sind leider weder die besten noch die lustigsten Graffitis, die ich erwischt habe, aber sie vermitteln schon einen ganz guten Eindruck.

Für alle Graffitibegeisterten muss jedenfall Rio das Paradies sein 🙂