Sei kein Quadrat!

quadratisches-leben11.jpgFotos: Christian Wind

„Weißt du, ich muss immer lachen wenn ich höre, wie weiße Kids jemanden als „Quadrat“ bezeichnen – alte hart gewordene Leute, hart in ihrer Art, hart in ihren Gedanken, hart in ihren Herzen. Sie müssen nicht mal wirklich alt sein. Du kannst bereits mit 18 ein altes Quadrat sein. Wie auch immer, es ist interessant, dass sie diese Leute so nennen – es hätte die Idee eines Indianers sein können.  

Für uns ist der Kreis unser Symbol. Die Natur will, dass die Dinge rund sind. Der menschliche Körper und die Tiere haben keine Kanten. Für uns steht der Kreis für die Zusammengehörigkeit der Menschen, die zusammen um einen Lagerfeuer sitzen: Verwandte und Freunde, friedlich vereint während die Friedenspfeife von Hand zur Hand gereicht wird. Das Camp in dem die Tipis aufgestellt wurden, war ebenfalls rund. Tipis waren Kreise innerhalb eines größeren Kreises mit 7 Lagerfeuern der Sioux, die eine Nation symbolisierten. Diese Nation war wiederum nur ein Teil des Universums, das an sich zirkulär ist – bestehend aus runden Erden, Sonnen und Sternen. Der Mond, der Horizont, der Regenbogen – Kreise innerhalb von Kreisen, ohne Anfang und ohne Ende. Für uns ist es ein schönes und passendes Symbol und Realität gleichzeitig. Es drückt die Harmonie des Lebens und der Natur aus. Unser Kreis ist zeitlos, fließend, es ist neues Leben, das aus der Erde hervorgeht – Leben geboren aus dem Tod.

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Das Symbol des weißen Mannes ist ein Viereck. Viereckig ist sein Haus, sein Büro mit Wänden, die den einen vom anderen trennen. Viereckig sind die Türen, die die Fremden draußen halten sollen, der Dollarschein, das Gefängnis. Viereckig ist der Schnickschnack des weißen Mannes. Schachteln, Schachteln und noch mehr Schachteln: TV´s, Radios, Waschmaschinen, Computer, Autos – sie haben alle Ecken und scharfe Kanten. Man wird zu einem Gefangenen innerhalb all dieser Schachteln. 

Immer mehr weiße, junge Menschen wollen aufhören eckig zu sein, versuchen runder zu werden und unserem Kreis beitreten. Das ist gut“.

Ausschnitt aus dem Buch: „Seeker of Visions“ von Lame Deer

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Schlange und Apotheke

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Die Welt ist voller spiritueller Symbole. Sie sind in unterschiedlichen Kulturen etwas unterschiedlich, aber doch oft erstaunlich ähnlich. Wer weiß zum Beispiel welche Bedeutung die Schlange hat, die sich um einen Kelch schlängelt – Erkennungszeichen aller Apotheken. 

Was hat in Europa eine Schlange mit Medizin zu tun? Warum ausgerechnet eine Schlange? Und welche Bedeutung hat der Kelch?

Nun, es ist ein altes Symbol der Alchemisten. Schlange steht für Erkenntnis und Erleuchtung und der Kelch für Wissen und Leben.  Das ganze ähnelt so sehr unserem subtilen System, dass es erstaunlich ist! Der Stiel des Kelches erinnert an unsere Wirbelsäule, der sich nach oben öffnende Kelch an das Sahasrara Chakra und die Schlange die den Stiel entlang steigt an die Urenergie Kundalini, die auch in der indischen Tradition als Schlange dargestellt wird.  Das lässt ahnen wie viel altes, reines Wissen im Laufe der Zeit verloren gegangen ist bzw. systematisch und bewusst ausgelöscht worden ist.

Comi(c)sche, neue Welt

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Inspiriert von meinem Mann, der es ständig versucht mich für die Comicwelt zu begeistern, habe ich meinen ersten Comicstrip gezeichnetJ. Cool nicht? Jetzt muss ich mir nur noch eine Handlung dazu einfallen lassen!

Die kühlen Flammen über ihren Köpfen

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Die Kundalini wurde immer wieder in unterschiedlichen Kulturen malerisch dargestellt. Letztens fand ich in meinem Archiv diese Fotos. Das obere machte ich in Wien – es ist eine christliche Darstellung; den Engel rechts unten habe ich in einer orthodoxen Kirche in Russland abgeknipst und den islamischen Noah im Internet gefunden. Sie sind von hier und da, aber über ihren Scheiteln ruht eine Flamme. Sie sind Realisierte Seelen!

Die wahre Taufe

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Interviewer: Haben Sie mit der Erfüllung Ihrer Mission seit frühester Kindheit begonnen? 

Shri Mataji: Ja, natürlich. Ich wusste, dass ich heilende Kräfte hatte. Ich wusste, dass ich die Kundalini heben kann; all das wusste ich. Aber ich wollte etwas über all die Kombinationen und Permutationen menschlicher Probleme erfahren. Also studierte ich sie. Zur richtigen Zeit wollte ich eine Methode entdecken, die die Massenerweckung ermöglichen würde. Am 5. Mai (1970) saß ich am Meeresufer und beschloss, dass es geschehen sollte. Und es hat ausgearbeitet. Das letzte Zentrum, limbische Zone – wie sie es nennen – wo sich die Öffnung für das Göttliche befindet, ging auf. Man kann es Taufe nennen, so wie es in der Bibel beschrieben wurde. Die Taufe, die wir hatten, war nur ein Ritual. Die wahre Taufe passiert nur dann, wenn unsere innere Kraft, Kundalini genannt, aufsteigt und die Fontanelle durchschreitet (die in der Kindheit eine weiche Stelle ist). Nur dann können wir von Taufe reden; und das galt es zu erreichen. 

Aber ich wollte, dass es ein Ereignis en masse wird. Wenn es nur einer Person passiert, sagen wir mal Christus war eine Realisierte Seele, eine großartige Inkarnation, er war der Sohn Gottes, keine Frage, aber niemand erkannte ihn. Und als er versuchte zu erklären, verstanden sie ihn nicht, weil er auf einem so hohen Level war, dass sie nicht verstehen konnten was er sah, worüber er sprach. Es war sehr falsch einen Mann seines Kalibers zu kreuzigen. Er war eine Inkarnation.

Ausschnitt, Radiointerview, Hong Kong 1992