Tadahiro Uesugi und die unerträgliche Leichtigkeit des Seins

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Tadahiro Uesugi

Uesugi ist mein Lieblingsillustrator. Ich finde Kunderas Buchtitel: „Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins“ beschreibt seine Bilder perfekt.
Irgendwie glaube ich mich erinnern zu können, als Kind die Welt so wahrgenommen zu haben wie sie in Uesugi´s Illustrationen ist: voller Leichtigkeit, Humor und Gelassenheit.

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Ein Tiger mit Schuldgefühlen

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Foto: janmichael Flickr

Haben Sie schon irgendwann Schuldgefühle gehabt? Es ist so als würde uns etwas von innen zerfressen. Man kann nichts geniessen. Einmal traf ich ein Mädchen, das zu mir sagte, dass sie sich schuldig fühlt. „Wofür?“ fragte ich. „Ich weiss nicht“ – antwortete sie – „ich glaube jeder ist für irgendwas schuldig, es gibt keine schuldfreie Menschen.“ Manchmal sind unsere Schuldgefühle an ein bestimmtes Ereignis geknüpft und ein andermal sind sie unbewusst. Wir fühlen uns das ganze Leben miserabel und wissen nicht einmal warum. Im Westen fühlt sich fast jeder direkt oder indirekt schuldig. Nach der Realisation kann man es ganz einfach spüren: der linke Zeigefinger brennt wenn man auf jemand die Aufmerksamkeit lenkt. Die Menschen wiederholen auch andauernd: „Entschuldigung, entschuldigung, entschuldigung“ ein Wort, das so oft gesagt wurde, dass es jeglicher Bedeutung entbehrt. Und ein Wort, das man (Sie wären erstaunt!) nur sehr selten oder gar nicht in Ländern wie Indien hört.

Ausser, dass man sich miserabel fühlt haben Schuldgefühle noch weitere grosse Nachteile:
1. sie halten einen davon ab sich selbst anzuschauen und sein Verhalten zu korrigieren. Es ist genauso unsinnig als wenn man sich mit dem Auto verfährt und statt nach dem richtigen Weg zu suchen bleibt man stehen und jammert: „Warum nur habe ich nach links abgebogen?“
2. wenn man Schuldgefühle hat, kann einen jeder mit Leichtigkeit manipulieren.
3. oft kann durch die Schuldgefühle die Kundalini nicht aufsteigen und wir bekommen unsere Selbstverwirklichung nicht.
4. viele Krankheiten kriegt man von Schuldgefühlen.

Was ist die Wurzel der Schuldgefühle?
Eine der Wurzel ist die Stelle in der Bibel wo geschrieben steht, dass wir von Geburt an schuldig sind. Diese Stelle wurde vollkommen missinterpretiert. Natürlich ist keiner von Geburt an schuldig. Die Menschen haben im Gegensatz zu den Tieren die Fähigkeit sg. „Sünden“ zu begehen, weil sie ein „Ich“ besitzen und sich dadurch als getrennt von ihrer Umwelt wahrnehmen. Aber das sind wie gesagt zwei unterschiedliche Paar Schuhe. Durch das ständige „mia culpa“ affirmieren graben sich die Schuldgefühle so tief in uns ein, dass wir allein schon den Gedanken unschuldig zu sein als Blasphemie empfinden.

Ein weiterer Grund, glaube ich, ist die extreme europäische Expansion in den letzten paar Jahrhunderten, die sehr viel Übel in der Welt angerichtet hat und in uns das ohnehin schon vorhandene Schuldgefühl noch verstärkt hat. Auch im 21. Jahrhundert betreiben wir ein noch ein quasi „koloniales System“, das die meisten Länder in Abhängigkeit und Misere hält. Statt sich schuldig zu fühlen (was niemanden etwas hilft) wäre es viel besser wir würden die Situation ins Gleichgewicht bringen.

Wie wird man die Schuldgefühle los?
Zu erst die Selbstverwirklichung. Dann können wir mit der rechten Hand den linken Halsansatz massieren und immer wieder sagen „Mutter ich bin nicht schuldig.“
Ja, es ist so einfach! Aber das ist nur der Anfang… 🙂

Chinesen und ihre Regierung

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Foto: ? gefunden im Internet, schön nicht wahr?

Wenn ich Reden halte, fragen mich die Menschen oft:
„Cao Siyuan, wann wird die Zentralregierung unsere Ansichten akzeptieren?“

Ich sage dann:

„Warum fragt ihr mich immer danach, ob die Zentralregierung bereit ist, sie zu akzeptieren oder nicht?“ Was ist denn die Zentralregierung? Sie sind Diener.
Sie sind Diener des Volkes. Man kann nicht Akzeptanz als Maßstab nehmen, um Diener zu beurteilen. Wenn ich zum Beispiel zu Hause ein Dienstmädchen zum Kochen anstelle, dann versuche ich doch nicht, alles zu tun, was das Dienstmädchen will. Das Dienstmädchen sollte mich fragen, was ich essen möchte. Die Beziehung zwischen Bürgern und Staatsdienern sollte nicht auf den Kopf gestellt werden.

Cao Siyuan, wirtschaftlicher Berater der Zentralregierung China.

Die Fähigkeit sich emotional nicht zu involvieren

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Am Anfang habe ich gar nicht verstanden was es bedeutet Zeuge zu sein, etwas wahrzunehmen ohne sich zu involvieren. Wozu soll das überhaupt gut sein? Es verging ziemlich viel Zeit bis ich begriff, dass dieser Zustand nichts mit Gefühlskälte oder einer gewissen Wurstigkeit zu tun hat. Eigentlich habe ich es erst richtig verstanden als ich es erfahren habe. Aber auch heute fällt es mir oft schwer in diesem „Witness-state“ zu sein.

Zeuge sein zu können ist laut Sahaja Yoga eine Qualität des Visshudi Chakras.
Das Land des Visshudis ist Amerika und so war ich sehr überrasch und dann wieder gar nicht überrascht als mir ein Buch von Bear Heart (Muskogee Indianer) in die Hände fiel, wo er die Bedeutung genau dieser Eigenschaft erklärt. Hier ein Ausschnitt aus diesem schönen Buch:

„Eines der schwierigsten Dinge in meiner Ausbildung (zum Medizinmann) war es, zu beobachten und dabei unbeteiligt zu bleiben und meine Gefühle zurückzuhalten – doch nur so kann man die eigene Kraft auf eine Weise kanalisieren, die den Menschen wirklich hilft. Wenn wir eine Sache wahrnehmen, egal ob es sich um eine Tätigkeit handelt, einen Sport, einen Streit oder sonst irgendwas, ist es stets wichtig, dass man in der Lage ist, die Positon des Beobachters einzunehmen, ohne sich emotional zu stark zu engagieren. Wenn man jemand sieht, der starke Schmerzen hat, könnte man sich vom Mitleid überwältigen lassen, so dass man am Ende mit dem anderen zusammen weint – das mag helfen aber mit Sicherheit nicht viel. Man kann mehr helfen, wenn man stark genug ist die eigenen Emotionen zu zügeln und dem anderen Mut zuzusprechen. Das nennt man Einfühlungsvermögen – man versetzt sich in die Lage der Person, allerdings nur mit dem Verstand, bleibt gefühlsmässig aussen vor und versucht so, der Person die Sicherheit zu geben, die man selbst hat.“

Bear Heart „Der Wind ist meine Mutter“

der Weise ist bescheiden und nicht nur…

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Shri Ganesha gilt in Indien als der Gott der Weisheit und Unschuld. Da er sehr bescheiden ist begleitet ihn nur eine kleine Maus. Letztens hat mir jemand dieses schöne Bild geschickt wo die Symbole, die in den Darstellungen Shri Ganeshas oft auftauchen, erklärt sind. Enjoy! 🙂

Shri Mataji in Australien und mehr


Shri Mataji en Australie

Vous vous rappelez de l’épisode en Australie dont Shri Mataji a parlé à plusieures réprises dans Ses discours ? Les yogis de Cairns avaient raconté à Shri Mataji lors de Son séjour sur place et une promenade au bord de la mer que le récif coralien était ménacé par la prolifération d’étoiles de mer. Shri Mataji a mis Ses pieds dans l’eau …..

Peu après les journaux ont tous parlé de l’inexplicable disparation massive des étoiles de mer.

Rezept für schöne Haare

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Das ist ein wahres Wunderrezept, das im Osten die meisten Frauen kennen. Ich war selbst von den Ergebnissen überrascht. Die Haarspitzen spalten sich nicht mehr, die Haare glänzen und fallen nicht aus. Und das einzige was man tun muss ist einmal in der Woche Öl in die Haare zu geben und die Kopfhaut zu massieren. Es kann Kokosnussöl sein – er kühlt die Kopfhaut, oder die herrlich duftenden indischen Öle wie z. B. Jasmin oder Amla. Zugegeben wenn man es noch nie gemacht hat ist es ein komisches Gefühl sich Öl in die Haare zu giessen 😉 aber es tut wirklich gut, es pflegt nicht nur die Haare, sondern entspannt auch nebenbei.

Gute Nachrede


TADAHIRO UESUGI

Einmal fuhr ich mit dem Zug durch Polen. In meinem Abtei sassen zwei Mädchen und unterhielten sich über ihr Studium. Eine erzählte über ihre letzte Prüfung bei einem alten anscheinend sehr gefürchteten Professor (vielleicht einer jener Sorte, die meinen nur der Gott schafft einen einser, der Prof einen zweier und der beste Student höhstens einen dreier).

Jedenfalls hörte sie wie ihre Vorgängerin ihre Prüfung ablegte und bekam mit, dass sie einen zweier gekriegt hat. Dann kam sie dran und der Prof wollte ihr einen dreier geben.
„Beim ganzen Respekt – lieber Herr Professor“ sagte sie zu ihm „ich finde ihre Benotung ungerecht“.
Ich beendete ihre Ausführungen in Gedanken: warum hat die vor mir eine bessere Note bekommen, wo ich doch mindestens genauso gut war bla bla bla…

Aber zu meiner grossen Überraschung sagte sie: warum haben sie dem Mädchen vor mir nur einen zweier gegeben, sie hat ihre Fragen doch perfekt beantworten können, ich finde sie verdient einen glatten einser.

Der Prof lächelte und sagte: Also gut, sie kriegt einen einser und du einen zweier 🙂

Dieses Gespräch hat mich beeindruckt. Um wieviel besser es doch ist Gutes anderen zu wünschen und Gutes über sie zu erzählen!