In welchem Land gibt es die meisten weiblichen Abgeordneten?

Drei mal kannst du raten:

nein, nein, nein.

Es ist Ruanda! 48% aller Abgeordneten sind Frauen! Im September gibt es wieder Wahlen und die Frauen haben eine gute Chance die 50%-Grenze zu überschreiten. Falls ihnen das gelingt, würden sie den Weltrekord halten! Ruanda ist ein Musterbeispiel gelungener Generpolitik.

Nach dem Bürgerkrieg stand das Land vor dem Nichts und musste ganz von vorn beginnen. Präsident Kagame verfolgte eine positive Diskriminierungspolitik und beschloss per Gesetz, dass ein drittel aller Sitze im Parlament von Frauen besetzt werden müssen.

Auf Arte gibt es eine sehr interessante Reportage zu diesem Thema. Es kommt sehr gut zum Ausdruck, dass das ganze Land von dieser Politik profitiert.

Sind Frauen die besseren Politiker?
Bei Frauen ist das konkurrenzdenken normalerweise nicht so stark ausgeprägt wie bei Männern. Sie sind es gewöhnt sich um die ganze Familie zu kümmern und auch in der Politik sind sie sehr daran interessiert, dass alles funktioniert. Zusammenarbeit bring allen mehr als Wettbewerb und Streiterein.

Die Männer verstärken und unterstützen die Frauen in Ruanda in ihrer neuen Rolle.

Die Ökonomie Ruandas wächst gegenwärtig um 6% im Jahr. Ich musste ein bisschen schmunzeln als sie in der Arte Reportage ein junges Mädchen gezeigt haben, das eine Strasse mit Steinen gepflastert hat. Sie sei sehr zufrieden mit ihrer Arbeit sagte sie, die meisten Beschäftigten seinen Frauen, auch Männer kommen manchmal, aber die meisten gehen nach ein paar Tagen wieder, weil ihnen die Arbeit zu schwer ist…

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Frauen wie Göttinnen

Meine Blog-Freundin Radha, die aus Italien stammt aber seit einigen Jahren in Hong Kong lebt, hat mich aufmerksam auf dieses schöne, traditionell chinesische Kleidungsstück gemacht. Hanfu ist sehr angenehm zum Tragen hat sie mir gesagt und anders als Kimono auch sehr einfach zum Anziehen.

Es fasziniert mich immer wieder wie die traditionellen Kleider die Schönheit einer Frau unterstreichen. Sie lassen Frauen wie Göttinnen aussehen oder im Falle des Hanfus wie kostbare Blumenblühten. Und die Männer wie Männer. Hanfu bringt es sogar fertig auf einer Frau weiblich auszusehen und auf einem Mann männlich 🙂

Radhas Blog ist voller Inspiration und frischer, orgineller Ideen. Und was mir besonders gefällt sie bringt einem den Alltag in Hong Kong näher. Man findet auch allerlei Interessantes über die Chinesische Kultur.

Link: Boundless Inspiration

Meine Lieblingsartikeln von ihr:
Tao is here
Chinese Essence
Cooking does really make people queens and kings
Green Souls of the World
Silent Worrior´s notes on the weekend
und vieles mehr

Wer sich noch mehr von den schönen Hanfus anschauen möchte kann diesen Blog besuchen. Die Fotos stammen von dort. Man kann sich sogar einen Hanfu bestellen wenn man chinesisch kann 🙂

Naturkosmetik mit Werten und Integrität

Wie jede Frau interessiere ich mich für Kosmetikprodukte. Im Laufe der Zeit habe ich ein paar Marken entdeckt, deren Produkte mich immer wieder begeistern. Sie sind alle inspiriert von der Natur, sie riechen und fühlen sich auf der Haut so gut an, dass die tägliche Pflege zum Genuss wird. Darüber hinaus stehen ihre Produzenten für Werte, die ich vom ganzen Herzen bejahen kann.

OCCITANE

L`Occitane ist eine dieser Marken. Meine Liebe zu L´Occitane hat mit einem Geschenk von meinem Mann begonnen. Seitdem bin ich hin und weg.

Werte & Philosophie
„Traditionen wiederzubeleben ist nur ein Teil der L`Occitane Philosophie. Respekt gegenüber der Umwelt, den Konsumenten, den Lieferanten und den Mitarbeiter ist in jedem Aspekt der Firma verwurzelt.
Dieser Respekt führte L`Occitane schließlich auch zur intensiven Zusammenarbeit mit den Herstellern in der gesamten mediterranen Region.“

Lese auch: I love L´Occitane

CRABTREE & EVELYN

Grabtree & Evelyn hat wunderbares Design. Viele Blumen. Reine Düfte. Ich liebe besonders das Lilien-Parfüm. Allein das Einkaufen in Grabtree&Evely Shops wird zu einem entspannenden Erlebnis (und ich bin kein Einkaufsfan!). Alles dort erinnert irgendwie an englische Gärten.

Werte & Philosophie
„Lange bevor „Natur“ und „Wellness“ zur Bewegung wurden, repräsentierten die Produkte von CRABTREE & EVELYN den ganzen Reichtum der Natur.
Cy Harvey der Firmengründer ließ sich vor allem von den frühen Hausapotheken Englands, den so genannten „still rooms“ inspirieren. Still Rooms existierten in einer Zeit in der der Garten einen ganz wesentlichen Bestandteil des täglichen Lebens darstellte, als frische Blumen und Früchte destilliert wurden um daraus Duftwässer als Badezusatz oder andere pflegende Substanzen herzustellen.“

JURLIQUE

Eine Freundin hat einmal mein Gesicht mit Rosenwasser von Jurlique besprüht. So toll hat noch nie ein Rosenwasser gerochen! Es stellte sogar die meisten Rosenparfüms, die ich kenne in den Schatten. Noch nach Stunden konnte ich den Rosenduft riechen dabei war es nur ein Wasser.

Philosophie und Vision
„Wir glauben von ganzem Herzen an ethische und praktische Werte, die sich im Laufe vieler Jahrhunderte bewährt haben.Sie prägen unsere täglichen Handlungen ebenso wie unsere Firmenziele.
Die JURLIQUE-Vision besteht darin, Menschen auf einen Weg der Gesundheit, des Wohlergehens und zu einem Lebensstil voller Freude zu führen, auf der Basis von Reinheit, Klarheit und Pflege.“

Dann gibts noch:
DROPS OF JOY
aus Brasilien, aber sie haben leider keine Website. Schade. Drops of Joy nutzen den Reichtum brasilianischer Vegetation und haben eine Linie „Fresh“ entwickelt, die wirklich wie das Meer riecht. Ich wäre bestimmt süchtig geworden wenn ich mir Nachschub holen könnte! 😉 Aber so muss ich warten bis wir wieder nach Brasilien fliegen.

Die Vorteile dieser Naturprodukte sind unzählig. Dagegen gibt es nur einen Nachteil: sie sind relativ teuer. Andererseits wenn ich daran denke wie oft ich mir eine Creme oder Bodylotion gekauft habe und sie nach drei Tagen nicht mehr benutzen konnte, weil sie so künstlich gerochen hat, dann entrelativiert sich das relative wieder. Unter dem Strich lohnt es sich fast immer Qualität zu kaufen.

Eine Warnung zum Schluss: wer einmal qualitativ hochwertige Naturkosmetik ausprobiert hat, kann nicht mehr zurück! 😉

Und noch eine billigere Alternative:

DOVE
hat eine sehr gesunde Philosophie, die sich für die Würde einer Frau einsetzt.

Meine Freundin Radha hat einen ganzen Blog zum Thema Schönheit.
Kann ich nur herzlich empfehlen! 🙂 LINK

Frauen in Congo

africa-woman1.jpg
Foto: Camera Rwanda

http://news.sky.com/skynews/video/fullscr?videoRef=http://skynews-clips.videoloungetv.com/public/skynews/latest/flash/congo_p16397.flv

In was für einer Welt leben wir?
Dieses Video über die Kriegsverbrechen an Frauen in Congo ist so schockierend, dass ich nicht weiss was ich schreiben soll. In was für einer Welt leben wir? Ein Teil dieser Welt ist erschüttert vom Krieg, ein anderer zerdrückt von Armut und ein kleiner Teil verloren im Materialismus. Und alle sind miteinander verbunden. Wir brauchen uns gar nicht der Illusion hinzugeben, dass wir hier irgendwo in Europa unser Leben genüsslich konsumieren können, während woanders alles drunter und drüber geht. Vor allem da wir an der Erschaffung dieser Misere nicht selten aktiv beteiligt waren. Nehmen wir zum Beispiel Ruanda. In den Medien wurde der Krieg dort so dargestellt als würden sich die Tutsi und die Hutu die Schädeln einschlagen, weil sie eben wild und primitiv sind – eine sehr tempozentristische Darstellung, die die Hintergründe nie beleuchtet hat. Und die Hintergründe sind alles andere als schmeichelhaft für uns.

Divide et Impera – Teile und herrsche
Es war nämlich so: Ruanda war eine belgische Kolonie, die Belgier haben sie von den Deutschen bekommen, die nach dem zweiten WK auf Kolonien verzichten mussten. Um sich das Regieren einfacher zu machen, wurden die Ethnien kategorisiert und unterschiedlich behandelt. Die einen wurden zu einer Elite erhoben, die konnten studieren etc. die anderen wurden mehr oder weniger wie Sklaven behandelt. Die Elite sollte den Rest der Bevölkerung im Sinne Belgiens regieren. Ein Musterbeispiel an Divide et Impera Politik. Die Elite war nun gebildet also wollte sie auch frei und unabhängig sein = die Belgier loswerden. Darauf hin hat Belgien den Spiess ungedreht die Elite fallen lassen und die andere ethnische Gruppe mit all den Privilegien bedacht. Es kam, wie sollte es auch anders sein, zu einem furchtbaren Krieg. Belgien verliess schleunigst Ruanda und man liess zu, dass die Leute sich abschlachten; es kam zu einem regelrechten Genozid (Völkermord) an einer der ethnischen Gruppen.

Aber wir bitteschön sind die zivilisierten. Wahrscheinlich hat da noch jemand ein Mordsgeschäft gemacht indem er Waffen nach Ruanda geliefert hat – wahrscheinlich auch beiden Seiten gleichzeitig. Und so manche wurden in dem bestätigt was sie schon immer wussten: Afrikaner sind primitiv.

Wo Frauen nicht verehrt werden, wohnen die Götter nicht
In solchen unmöglichen Situationen haben am meisten Frauen und Kinder zu leiden. In den Veden gibt es eine sehr schöne Passage über die Frauen: „Wo Frauen nicht verehrt werden, wohnen die Götter nicht“. Ich glaube heutzutage gibt es kein einziges Land wo Frauen verehrt werden. Vielleicht irre ich mich auch.

Die Kraft der Frau ist die Kraft der Liebe
Frauen sind Mütter, sie sind Schwestern, sie sind Ehefrauen – alles Prinzipien, die absolut verehrungswürdig sind und die man respektieren muss, damit eine Gesellschaft funktionieren kann. Wir könnten die Welt verändern indem wir lernen Frauen und das Weibliche zu respektieren. Ich bin davon überzeugt, dass jeder wahre und starke Mann die Frauen respektiert und sie verehrt. Er verehrt seine Mutter als die, die ihm Leben geschenkt hat und die ihn aufgezogen hat. In anderen Frauen sieht er auch Mütter und respektiert sie gleichermassen. Er verehrt seine Schwester und schätzt ihre Hilfe und Sorge darum, dass er nicht vom richtigen Weg abkommt; in anderen Mädchen sieht er auch Schwestern und schliesslich verehrt und respektiert er seine Ehefrau.

Und wir Frauen, wir müssen auch erst zu wahren Frauen werden und uns auf unsere Kraft besinnen. Die Kraft der Frau ist die Kraft der Liebe.

Brauchen wir wirklich Mode?

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Mode kann so absurd sein! Und sie lässt uns wie eine Herde Schaffe hierhin und dorthin laufen. Will uns glauben lassen, dass wir nicht schön und nicht cool sind wenn wir uns nicht einem gerade herrschenden Trend unterordnen. Und sie ändert sich ständig! Wenn es nach den Designern ginge würden alle Frauen mindestens 3 Mal im Saison ihre ganze Garderobe wegschmeißen und sich neue beschaffen. Eine richtige Goldtruhe… für manche.  

Das ganze Ding mit der Mode hat schon ziemlich absurd begonnen und seitdem hat sich an dem Konzept nicht viel verändert, die Verpackung ist nur eine andere. Falls Du eine modebewusste Person bist, lass Dir sagen was Du in den letzten 300 Jahren alles mitgemacht hättest: 

Im 18ten Jh. würdest du meterhohe Frisuren tragen.  

Zu besonderen Anlässen würdest du dir in die Haare Motive einflechten lassen wie z. B. eine Rodelbahn oder einen Springbrunnen. Diese Frisuren wären manchmal so hoch, dass Du Dich nicht frei bewegen könntest. Zwei Pagen würden Dir überall folgten und den Turm auf ihrem Kopf von beiden Seiten mit einem Stock stützten. Wollten die Damen irgendwo mit einer Kutsche fahren, mussten sie sich auf dem Boden knien oder gar den Kopf aus dem Fenster stecken um Platz für die Frisur zu schaffen.Damit die vielen Locken an ihrem Platz bleiben, würdest Du dir Schweineschmalz in die Haare schmieren lassen und um sich von den gewöhnlichen Leuten zu unterscheiden wurden die Haare anschließend mit Weizenmehl bestreut. 

„Ungeheure Mengen von Weizen- und Reismehl wurden in Europa zur Herrichtung der Frisuren verbraucht. Dadurch soll dem Volk nicht selten das tägliche Brot gefehlt haben. Haarwaschen war so gut wie unbekannt.“ 

Meist wurde diese Frisur mehrere Wochen getragen.  

Die Herstellung solcher Frisuren dauerte viele Stunden und kostete Unmengen Geld (Friseure haben manches Mal besser verdient als Minister). Nachts müssten Sie das frisierte Köpfchen in einem Gestell ruhig halten. Während all dieser Zeit konnte das Haar weder gekämmt noch gesäubert werden. Es war ein Paradies für Läuse und Ungeziefer. Es sollen sich auch Mäuse in den nahrhaften Haaraufbauten eingenistet haben.  

Gegen das Jucken und Stechen benutzte man Grattoir, einen langstieligen Kratzer, um die Kopfläuse eine wenig beiseite zu schieben. Es gab auch winzige Flohfallen aus Elfenbein, die man am Körper trug. Sie waren mit blutbenetztem Wattebausch gefüllt und von innen mit Honig und Sirup bestrichen. Durch winzige Löcher lockten sie die Plagegeister hinein, satt gegessen und dick konnten sie durch die kleinen Öffnungen nicht wieder raus kriechen.  

Wenn Sie eine modebewusste Dame des 18ten Jh. wären, würden Sie sich vor Wasser ekeln und es als gesundheitsschädigend ansehen. Im „Journal des Luxus und der Mode“ findet man folgende kosmetische Beratung: „Es wird wohlgetan sein, sich das Gesicht nicht mehr als einmal alle 8 oder 12 Tage zu waschen“. 

Aber zum Glück gab es damals schon Parfüm.  

Mit dem hat man sich geradezu überschüttet um den unangenehmen Körpergeruch zu verdecken. Nicht nur die Haare, sondern auch Gesicht, Hände und Arme erhielten eine dicke Schicht Puder. Dieser Puder erhielt Blei, das die Haut beschädigte. Es bildeten sich Pickel und Pustel. Die aber konnte man mit schwarzen Pflästerchen zupicken.  Die Lippen wurden knallrot geschminkt, die Wangen auch. Man konnte sich noch die Adern nachzeichnen. Das so geschminkte Gesicht hatte etwas Maskenhaftes und Komisches an sich. Greisinnen und Kinder wurden auch so geschminkt. Es gehörte auch zum guten Ton über irgendwelche Krankheit zu sprechen. 

Im 19ten Jh. hat man die Korsetts so eng geschnürt, dass sich die inneren Organe entweder nach innen oder nach oben verschoben haben, man bekam kaum Luft und fiel immer wieder in Ohnmacht. 

Und so ging es weiter. Manchmal war die Mode gnädiger mit uns manchmal weniger. Und heute? Ausgedörrte androgyne Models mit Ringen unter den Augen und heraus stechenden Knochen. Von den Designern meist eher entkleidet als bekleidet. Die heutige Mode macht aus den Frauen etwas Objekthaftes, beraubt sie ihrer weiblichen Schönheit und Würde. Wie kann man als Frau das Leben genießen und eigene Fähigkeiten entfalten wenn man meterhohe Frisuren auf dem Kopf balancieren muss, oder bis zur Atemlosigkeit zugeschnürt ist, oder ständig hungrig herumläuft. Warum machen wir das mit? Um zu gefallen? Es kommt mir so vor als würden wir unsere Freiheit benutzen um sie freiwillig aufzugeben. 

Und dabei kann Kleidung so schön sein! Handgemachte Kunstwerke, die die Augen und den Spirit erfreuen und die weibliche Schönheit und Würde betonen.  

Warum sexy sein wollen?  

Wollen wir, dass die Männer nur von unseren Beinen etc. angezogen werden? Als wäre das das Interessanteste an uns! 

Letztens bin ich auf die Campagne von Dove „für die wahre Schönheit“ gestoßen. Da kann man sehr gut sehen wie die Träume von Schönheit gewebt werden; mit einem Faden der „Illusion“ heißt.  

 

http://www.campaignforrealbeauty.com/flat4.asp?id=6909 

 

Und die Designer? Die verdienen sich dumm und dämlich mit unserer so genannten Freiheit. Eine riesige Maschinerie, die mit Ego, Eitelkeit, Unsicherheit etc. angetrieben wird.