Frauen in Congo

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Foto: Camera Rwanda

http://news.sky.com/skynews/video/fullscr?videoRef=http://skynews-clips.videoloungetv.com/public/skynews/latest/flash/congo_p16397.flv

In was für einer Welt leben wir?
Dieses Video über die Kriegsverbrechen an Frauen in Congo ist so schockierend, dass ich nicht weiss was ich schreiben soll. In was für einer Welt leben wir? Ein Teil dieser Welt ist erschüttert vom Krieg, ein anderer zerdrückt von Armut und ein kleiner Teil verloren im Materialismus. Und alle sind miteinander verbunden. Wir brauchen uns gar nicht der Illusion hinzugeben, dass wir hier irgendwo in Europa unser Leben genüsslich konsumieren können, während woanders alles drunter und drüber geht. Vor allem da wir an der Erschaffung dieser Misere nicht selten aktiv beteiligt waren. Nehmen wir zum Beispiel Ruanda. In den Medien wurde der Krieg dort so dargestellt als würden sich die Tutsi und die Hutu die Schädeln einschlagen, weil sie eben wild und primitiv sind – eine sehr tempozentristische Darstellung, die die Hintergründe nie beleuchtet hat. Und die Hintergründe sind alles andere als schmeichelhaft für uns.

Divide et Impera – Teile und herrsche
Es war nämlich so: Ruanda war eine belgische Kolonie, die Belgier haben sie von den Deutschen bekommen, die nach dem zweiten WK auf Kolonien verzichten mussten. Um sich das Regieren einfacher zu machen, wurden die Ethnien kategorisiert und unterschiedlich behandelt. Die einen wurden zu einer Elite erhoben, die konnten studieren etc. die anderen wurden mehr oder weniger wie Sklaven behandelt. Die Elite sollte den Rest der Bevölkerung im Sinne Belgiens regieren. Ein Musterbeispiel an Divide et Impera Politik. Die Elite war nun gebildet also wollte sie auch frei und unabhängig sein = die Belgier loswerden. Darauf hin hat Belgien den Spiess ungedreht die Elite fallen lassen und die andere ethnische Gruppe mit all den Privilegien bedacht. Es kam, wie sollte es auch anders sein, zu einem furchtbaren Krieg. Belgien verliess schleunigst Ruanda und man liess zu, dass die Leute sich abschlachten; es kam zu einem regelrechten Genozid (Völkermord) an einer der ethnischen Gruppen.

Aber wir bitteschön sind die zivilisierten. Wahrscheinlich hat da noch jemand ein Mordsgeschäft gemacht indem er Waffen nach Ruanda geliefert hat – wahrscheinlich auch beiden Seiten gleichzeitig. Und so manche wurden in dem bestätigt was sie schon immer wussten: Afrikaner sind primitiv.

Wo Frauen nicht verehrt werden, wohnen die Götter nicht
In solchen unmöglichen Situationen haben am meisten Frauen und Kinder zu leiden. In den Veden gibt es eine sehr schöne Passage über die Frauen: „Wo Frauen nicht verehrt werden, wohnen die Götter nicht“. Ich glaube heutzutage gibt es kein einziges Land wo Frauen verehrt werden. Vielleicht irre ich mich auch.

Die Kraft der Frau ist die Kraft der Liebe
Frauen sind Mütter, sie sind Schwestern, sie sind Ehefrauen – alles Prinzipien, die absolut verehrungswürdig sind und die man respektieren muss, damit eine Gesellschaft funktionieren kann. Wir könnten die Welt verändern indem wir lernen Frauen und das Weibliche zu respektieren. Ich bin davon überzeugt, dass jeder wahre und starke Mann die Frauen respektiert und sie verehrt. Er verehrt seine Mutter als die, die ihm Leben geschenkt hat und die ihn aufgezogen hat. In anderen Frauen sieht er auch Mütter und respektiert sie gleichermassen. Er verehrt seine Schwester und schätzt ihre Hilfe und Sorge darum, dass er nicht vom richtigen Weg abkommt; in anderen Mädchen sieht er auch Schwestern und schliesslich verehrt und respektiert er seine Ehefrau.

Und wir Frauen, wir müssen auch erst zu wahren Frauen werden und uns auf unsere Kraft besinnen. Die Kraft der Frau ist die Kraft der Liebe.

3 thoughts on “Frauen in Congo

  1. Arthur!!!! Wahnsinn, was du nur alles gemacht hast, seit dem ich dir nicht mehr begegnet bin. Deine Seite ist voll mit wunderschönen Sachen… Das portugiesische Lied, die ganzen tollen Fotos, bin hin und weg.

    (Vielleicht erinnerst dich gar nicht mehr an mich, immerhin über 4 Jahre her …St.Pölten, Volleyball, Besuch in Italien ;)…)

    Ich hab noch ein Buch von deiner Mutter, aber euch findet man nicht so leicht im Telefonbuch. Außerdem würde ich sehr gern mit Joga beginnen und und und …etliche Gründe mehr uns mal zu treffen!😉

    Würde mich wirklich sehr freuen dich zu sehen!! Nun hast du ja meine Mail-Adresse.

    Liebe Grüße, Beate

  2. Hi Beate!
    Ich bin die Schwester von Artur🙂 Wie geht es Dir? Lange nicht gesehen!
    Artur lebt seit über einem Jahr in London. Ich kann Dir seine Email-Adresse geben. Er würde sich bestimmt sehr freuen von Dir zu hören.
    Ich hoffe wir treffen uns mal🙂

    Lieber Gruss,
    Pat
    acha die Adresse von Artur: beyondillu@gmail.com

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