Quantenphysik und Spiritualität

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Es gibt ein berühmtes Bild von William Blake, das „Newton“ heißt. Blake ist ein Genie und ein Visionär. Ich bewundere ihn. Es machte mich also neugierig warum ihm Newton so wichtig war, dass er ihm ein Bild widmete. Schließlich fand ich die Antwort in einer Biographie. Blake war der Ansicht, dass die ganze newtonsche Physik, die das Weltbild mechanisch geprägt hat, kein Licht in die Wissenschaft gebracht hat, sondern eher Dunkelheit. Deswegen die schwarze Farbe, die den Newton auf dem Bild umhüllt. Der Zirkel, den Newton in der Hand hält, symbolisiert, denke ich, die Grenzen seiner Wahrnehmung.
Später kam ich mit der Quantenphysik in Berührung. Die Quantenphysik bietet spannende Einblicke in was wir allgemein „Realität“ nennen und sie gibt Blake Recht. Blake war sich im Klaren über die Limitiertheit des newtonschen Realitätskonzeptes, noch lange bevor unsere Wissenschaftler so etwas wie Quantenphysik überhaupt erahnen konnten!

Neue Wirklichkeit
Nun, mit der Quantenphysik haben wir entdeckt, dass sich Teilchen wie Wellen benehmen und Wellen wie Teilchen.

Was ist also die Materie?
Hans Peter Dürr einer der renommierten Quantenphysiker der Gegenwart antwortet auf diese Frage so: „Im Grunde gibt es Materie gar nicht. Jedenfalls nicht im Geläufigen Sinne. Es gibt nur ein Beziehungsgefüge, ständigen Wandel, Lebendigkeit. Wir tun uns schwer, uns das vorzustellen. Primär existiert nur Zusammenhang, das Verbindende ohne materielle Grundlage. Wir können es auch Geist nennen. Etwas, was wir nur spontan erleben und nicht greifen können. Materie und Energie treten erst sekundär in Erscheinung – gewissermaßen als geronnener, erstarrter Geist. Nach Albert Einstein ist Materie nur eine verdünnte Form der Energie. Ihr Untergrund ist nicht eine noch verfeinerte Energie, sondern eben Lebendigkeit“. Das ist eine ziemliche Herausforderung an unsere Vorstellungskraft. Wir sind gewohnt an Substanzen zu denken. Zum Beispiel die Liebe. Stellen wir uns die Liebe vor! Dürr: „Wir stellen uns Liebe vor als Beziehung beispielsweise zweier Menschen zueinander. Aber die Liebe selber, dieses Dazwischen, bereitet unserer Vorstellung enorme Schwierigkeiten. Es sei denn, wir geben uns hin und lieben“.

Es gibt nur das Eine!
Über Quantenphysik lässt sich keine genauen Aussagen machen. Die Texte der Quantenwissenschaftler lesen sich wie die Texte der Mystiker. Oft würde man nicht erraten können, welchem von beiden sie zuzuordnen sind. Viele alte Sanskrittexte sind wie eine Abhandlung über Quantenphysik! Ein Beispiel: „Es gibt nur das Eine! Wissenschaftler oder Mystiker? Beide! Dürr sagt: „Die Felder in der Quantenphysik sind nicht nur immateriell, sondern wirken in ganz andere, größere Räume hinein, die nichts mit unserem vertrautem dreidimensionalen Raum zu tun haben. Es ist ein reines Informationsfeld – wie eine Art Quantencode. Es hat nichts zu tun mit Masse und Energie. Dieses Informationsfeld ist nicht nur innerhalb von mir, sondern erstreckt sich über das gesamte Universum. Der Kosmos ist ein Ganzes, weil dieser Quantencode keine Begrenzung hat. Es gibt nur das Eine“.
Die Parallele zur indischen Philosophie, die von All-Einen spricht, und von Überwindung des Ichs („tat tvam asi“ = dieses bist Du) ist unübersehbar. In der Sanskrit Sprache gibt es dafür ein Wort: „Advaita“, es bedeutet „Nicht Zweiheit“. „Genauer bedeutet die Vorsilbe A aber nicht die Verneinung, sondern dass es unangemessen ist, überhaupt von Teilen und Zerlegbarkeit zu sprechen“. (Dürr)
Dürr: „Überlebensfähig sind wir nur, wenn der Vorteil des einen zugleich der Vorteil des anderen ist“.
Es gab immer wieder Erleuchtete, die über diese Realität gesprochen haben. Leider wurden sie nie verstanden. Ist auch schwierig. Wie kann man eine Realität verstehen, die man nicht selbst erfahren hat? Shri Mataji ist eine Meisterin der Quantenphysik würde ich sagen. Und sie hat eine sehr simple und humorvolle Art. Sie entdeckte eine Methode wie man das siebte Energiezentrum auf dem Scheitel en masse öffnen kann. Dieses Zentrum ist quasi wie eine Tür zur vierten Dimension der Wahrnehmung, oder dem was die Inder „Turya-Zustand“ nennen. Oft fragte sie uns in Ihren Reden: „Who ist he ohter?“ (Wer ist der Andere?). Den Anderen gibt es eben gar nicht😉

One thought on “Quantenphysik und Spiritualität

  1. interesannter vergleich von den Texten von quantenphysikern mit dnene von Mystikern. Das Problem mit der Quantenmechanik ist meiner mMeinung nach, dass sie ausschliesslich über die mathematik beschrieben werden kann und somit alle Menschengemachten Denkansätze scheitern müssen

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