Kaiserin Maria Theresia – ein Beispiel der Raja Laxmi Prinzipien – Teil 1

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Unlängst saß ich mit einer Freundin, die mich aus Deutschland besuchen kam beim Frühstück und erwähnte beiläufig, dass bei mir die Sache mit dem Job irgendwie nicht ausarbeiten will. „Schickst du laufend Bewerbungen?“ fragte sie. „Laufend nicht gerade, die letzte schickte ich vor einem halben Jahr“. Sie hörte auf ihre Semmel mit Butter zu bestreichen und schaute mich ungläubig an: „Und glaubst du, dass Paramchaitanya für dich die Bewerbung schreiben und sie abschicken wird? Das ist schon das Mindeste was du machen musst!“. Ich gab ihr Recht und änderte das Thema. Nach dem Frühstück gingen wir in den Schönbrunnergarten spazieren. Dort stoßen wir auf eine Studienkollegin von mir.  „Gut, dass ich dich treffe! – rief sie erfreut aus – bei uns im Kindermuseum ist eine Stelle frei geworden und ich wollte dich fragen ob du sie nicht haben möchtest“. Ich ging zum Bewerbungsgespräch und ein paar Tage später hatte ich den Job.  

Im Kindermuseum des Schloss Schönbrunn zu arbeiten ist eine sehr erfreuliche Sache. Die Vibrationen sind dort so angenehm, dass man nach einem ganzen Tag Arbeit frisch und zufrieden nach Hause geht. Die Kinder können dort den Alltag der kaiserlichen Familie erleben, sich verkleiden, mit Freunden ihren Geburtstag feiern oder basteln. Und sie haben dabei sichtlich viel Spaß. Manche kann man nur schwer wieder aus dem Museum rauszerren.   

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In Schönbrunn haben die Menschen immer schon gern gewohnt. Auch heute gibt es im Schloss eine Reihe von Wohnungen, die von Privatpersonen bewohnt sind. Vom Versailles ist es dagegen bekannt, dass die meisten es tunlichst vermieden haben dort einzuziehen. An den Wochenenden tummelt es im Garten des Schönbrunns von Familien, Joggern und Touristen. In Versailles (soweit ich das beobachten konnte) tummelt es ausschließlich von Touristen.  Warum ist das so? Zu einem soll das Schloss ein perfektes Beispiel der Feng-Shui Kunst sein und zum anderen hat dort eine ganz besondere Person gelebt: die österreichische Kaiserin Maria Theresia – das im europäischen Raum mit Abstand beste Beispiel für die manifestierten Qualitäten der Raja Laxmi. 

Wer ist Raja Laxmi und welche Qualitäten zeichnen sie aus?  „Raja“ kommt vom Sanskrit und bedeutet „König“; Laxmi ist die Göttin des Wohlergehens, Reichtums, Erfolges und des Haushalts. Sie nimmt mit einer Hand und gibt mit der anderen. Man könnte also sagen Raja Laxmi ist der perfekte Archetypus einer Königin-Mutter ist. Sie kümmert sich nicht nur um ihre eigenen Kinder, sondern um eine ganze Nation. Damit eine ganze Gesellschaft harmonisch funktionieren kann ist ein gewisser Verhaltenskodex unentbehrlich. In Indien ist dieser Verhaltenskodex unter dem Namen Dharma bekannt. Dieser Verhaltens- und Regelkodex war Maria Theresia sehr wichtig und sie duldete keine Abweichungen. Die Beiträge, die demnächst folgen werden sind der Maria Theresia gewidmet.

5 thoughts on “Kaiserin Maria Theresia – ein Beispiel der Raja Laxmi Prinzipien – Teil 1

  1. Die Informationen stammen aus drei umfangreichen Skripten, die das Schloss Schönbrunn seinen Mitarbeitern zur Verfügung stellt.
    Das Interessanteste zu den Themen: Kaiserin und Reformatorin und Bauherrin werde ich noch veröffentlichen.
    Alles Liebe, Leela

  2. Wenn man spitzfindig sein möchte könnte man auch sagen:

    1. Königin (weil Kaiserin war sie persönlich ja nie, sondern zu erst ihr Ehemann und später ihr Sohn)

    2. Gegenreformatorin: Maria Theresia war sozusagen fundamentalistische Katholikin und hat sich als besonders strenge Gegenreformatorin und Bekämpferin alles protestantischen hervorgetan. So wurden zB unter Ihrer Herrschaft viele den evangelischen Glauben heimlich oder offen praktizierende Österreicher gezwungen entweder zum Katholizismus zu konvertieren oder nach Siebenbürger deportiert zu werden. Religionsfreiheit im habsburgischen Österreich wurde erst unter ihrem Sohn eingeführt, der in diesem Punkt liberaler war, in anderen Punkten dafür auch ein bornierter Sturschädl.

    3. Bauherrin: ja, das stimmt. Aber welcher Herrscher und Diktator hat nicht viel gebaut, von Ramses II. bis zu Joseph Stalin.

    4. Kriegstreiberin: Man sollte nicht die Kriege vergessen, die unter Maria Theresia geführt wurden und die eigentlich nur wegen des dynastischen Herrschaftsanspruches des Hauses Habsburges geführt wurden. Der Österreichische Erbfolgekrieg 1740-48 der eine Wiedervereinigung mit Bayern verhinderte, der Siebenjährige Krieg 1756-63, in dem Schlesien und Böhmen komplett zerstört und verwüstet wurden und der sogar Auswirkungen auf Nordamerika gehabt hat (French and Indian War), der Bayrische Erbfolgekrieg 1777. Alles mit schrecklichen in Kauf genommenen Zerstörungen verbunden, Hunger und Zwangsrekrutierung und nur für rein dynastische Ziele einer Herrscherfamilie.

    5. Dagegen ist die Kuppelei und Verschacherung ihrer Kinder für politische Allianzen und arrangierte Ehen fast noch eine amüsante Annektote der Geschichte.

    6. Fast vergessen: Maria Theresia und ihr Sohn Joseph II. beteiligten sich auch massgeblich an der Zerstörung und Aufteilung Polens, wo doch erst 1683 die Polen Wien von der grossen Türkengefahr gerettet hatten. Doch dynastisches geopolitisches Denken kennt bekanntlich keine Dankbarkeit.

  3. hallo, hab hier auf dieser seite gelesen, dass du einen job im kindermuseum hattest, würde dich diesbezüglich gerne etwas fragen.. bitte melde dich lg

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