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Humor ist eine der besten Eigenschaften an den Menschen, schätze ich. Aber Humor ist nicht Humor. Ich glaube, dass er für ein Land sehr spezifisch sein kann.

Der österreichische Humor (den ich sehr mag) zum Beispiel ist etwas morbide und ironisch und er scheint sich nicht besonders mit dem russischen (den ich ebenfalls sehr mag) zu vertragen. Jedenfalls habe ich oft beobachtet, dass Russen einen Witz machen und die Österreicher perplex drein schauen und vice versa.

Die Polen sind sehr empfindlich für Situationskomik. Man schaut sich zusammen eine Sache an und bricht ins Gelächter - ohne ein Wort. Einer dritten Person aber, der sich die Komik der Situation nicht offenbart hat, kann man es unmöglich erklären - meistens jedenfalls.
Ich lag schon mal mit einer Freundin auf dem Boden und wir schnappten vor lauter Lachen verzweifelt nach Luft, weil uns etwas dermassen komisch vorgekommen ist.

Für diese Art von Komik scheinen wiederrum die Franzosen nichts übrig zu haben - zu mindest die Pariser-Franzosen nicht. Ich lebte mal ein Jahr in Paris und hatte dort eine lustige polnische Freundin. Wir zogen oft mit unseren französischen Freunden durch die Gegend und lachten herzhaft über dies oder jenes. Unsere Freunde schauten dann immer befremdet drein und eimal hat mir einer verraten, dass es für sie so ungewohnt war zwei Frauen so herzhaft lachen zu sehen, dass sie sich am Anfang überlegt haben ob wir nicht etwas verrückt sind.

Das machte mich neugierig und ich beobachtete die Frauen ein bisschen und tatsächlich habe ich über das ganze Jahr nie zwei Pariserinnen lachen sehen. Ich muss sagen, dass sich mir der Pariser Humor irgendwie nicht eröffnet hat.

Dafür habe ich in keinem anderen Land so viel gelacht wie in Bosnien! Ach wie ich bereut habe, dass ich nicht alles verstehen kann bzw. dass mir meine Freundin nicht alles 1:1 übersetzen kann. Fast jeder Bosnier, der uns über den Weg gelaufen ist, war ein geborener Entertainer :)

Die Brasilianer sind ebenfalls sehr lustige Menschen, dabei sind sie auch sehr scharfsinnige Beobachter des Lebens. Sie haben massenhaf an lustigen Sprüchen die haargenau eine bestimmte Lebenslage beschreiben. Ein Beispiel: wenn jemand sich in einer aussichtslosen Situation befindet sich aber dessen gar nicht bewusst ist und sie noch zu geniessen scheint, sagen sie er ist “wie ein Küken auf einem Misthaufen”. Da haben sie anscheinend beobachtet, dass die Küken sehr viel Spass mit Müll haben können. Ein Misthaufen ist für die kleinen Küken wie ein regelrechter Abenteuerpark.
Diesen Huhn den ich im Supermarket fotografiert hab, finde ich auch sehr witzig:

Und dann gibt es noch den jüdischen Humor, der einfach köstlich ist! Vor ein paar Tagen hat mein Mann ein Komix nach Hause gebracht “Die Katze des Rabbiners” und ich lachte und lachte. Ganz so nebenbei kann man ziemlich viel über die jüdische Kultur und Tradition erfahren.

Die Katze des Rabbiners ist die lustigste Katze überhaupt. Ich kann jedem nur empfehlen eine Bekanntschaft mit ihr zu machen!

Die schönste Frau der Welt ist unsere Mutter!


Leela

Es gibt Bücher, die man einmal liest und nie wieder zu ihnen zurückkehrt und es gibt Bücher, die einen das ganze Leben lang begleiten. I Ging ist für mich so ein Buch. Damit bin ich in einer guten Gesellschaft :) Konfuzius war angeblich von dem Buch so fasziniert, dass er am Ende seines Langen Lebens bedauert hat, er hätte nicht mehr Zeit zur Verfügung gehabt um das Buch zu studieren.

Das Buch wurde immer wieder bearbeitet und um neue Komentare erweitert. Man kann also sagen, dass ein grosser Teil chinesischer Waisheit drinnen steckt.

Hier eine Kostprobe:

“Das Gesetz des Himmels macht das Volle leer und füllt das Bescheidene: wenn die Sonne am höchsten steht, muss sie nach himmlischem Gesetz dem Untergang zu, und wenn sie am tiefsten unter der Erde ist, geht sie einem neuen Aufstieg entgegen. Wenn der Mond voll ist nimmt er nach dem selben Gesetz ab, und wenn er leer ist, nimmt er wieder zu. Dieses himmlische Gesetz wirkt sich auch in den Schicksalen der Menschen aus. Das Gesetz der Erde ist das Volle zu verändern und dem Bescheidenen zuzufliessen: die hohen Berge werden von den Wassern abgetragen und die Täler aufgefüllt. Das Gesetz der Schicksalsmächte ist, dem Vollen zu schaden und dem Bescheidenen Glück zu spenden. Und auch die Menschen hassen das Volle und lieben das Bescheidene”.

Alltag


Leela

Warum ist es besser zumindest ab und zu gedankenfrei zu sein? Und warum fällt es den meisten von uns so schwer? Ich muss gleich am Anfang anmerken, dass gedankenfrei zu sein etwas völlig anderes ist als gedankenlos zu sein. So schwierig und selten das eine, so einfach und heufig das andere :)

Mach einen Experiment und versuche 2 minuten lang an absolut nichts zu denken.

Und hat´s geklappt? Wenn ja gratuliere. Du bist wahrscheinlich einer jener äusserst seltenen Exemplare, die ihre Gedanken unter Kontrolle haben. Wenn nicht, macht auch nichts, es ist wie gesagt gar nicht so einfach.

Was passiert mit uns wenn wir gedankenfrei sind?
10 minuten gedanken frei zu sein ist als würde man aus einem zwei-wöchigen Erholungsurlaub zurückkommen. Der ganze parasympatische Nervensystem entspannt sich, die Energie fliesst verstärkt durch unser System und wir sind frisch und leicht. Ein Gefühl der Freude und inneren Friedens stellt sich ein. Man kann sagen, dass wir in diesen 10 minuten in der Realität sind.

Soll das heissen, dass die Mehrheit der Menschen die meiste Zeit in der Illusion lebt?
Nun, ja!

Wie wird man gedankenfrei?
Die Voraussetzung dafür ist die Selbstverwirklichung. In dem Moment wo die Kundalini über das Zentrum auf der Stirn (Agya Chakra) steigt werden wir gedankenfrei. Es ist so als würde man mit dem Flugzeug fliegen. Man fliegt zunächst durch eine Wolkendecke und dann auf einmal ist nichts als ein blauer ruhiger Himmel, alle Wolken liegen unter uns. Wenn wir annehmen, dass in diesem Bild die Wolken für Gedanken stehen, ist es ein ziemlich guter Vergleich.

Was hat das ganze mit dem Malen zu tun?
Beim Malen, Tanzen oder Musizieren kommt man leichter in den gedankenfreien Zustand. Nehmen wir zum Beispiel einen Musiker. Wenn er ständig daran denkt welche Note als nächstes kommt oder vielleicht an Noten, die er bereits gespielt hat, ist er wahrscheinlich noch ein Anfänger und seine Musik wird nicht gerade eine Begeisterungswelle auslösen.
Genauso ist es beim Malen. Man ist ganz im Hier und Jetzt.

Mein Mann und ich besuchen seit einigen Wochen einen Aquarellekurs. Und jedes Mal wenn wir aus dem Atelier raus sind, sind wir frisch und entspannt. Auch wenn ein stressiger Arbeitstag hinter uns liegt.

Ich kann jedem nur empfehlen damit seine Erfahrungen zu machen. Gedankenfreiheit ist eine jener Dinge auf die wir glauben leicht verzichten zu können, weil wir nicht wissen wie schön es ist. Wissen wir es einmal, können wir auf sehr viele andere Dinge verzichten, aber nicht mehr auf diesen Zustand der Freude und des Inneren Friedens.

Wer mehr zu diesem Thema lesen möchte, hier ist ein sehr interessanter LINK.

Unlängst hat in der Hackengasse 10 eine neue Reihe von Sahaja Programmen begonnen. Es ist ein guter Tipp für alle, die in Wien wohnen und die mehr über das Subtile System erfahren möchten. Hackengasse ist nur 5 minuten vom Westbahnhof entfernt.

Es gibt auch eine interessante Website mit Artikeln zu unterschiedlichen Themen und Programm ankündigungen.
Herzlich empfohlen! :)

Vor ein paar Wochen war ich gerade dabei einen köstlichen Avocadosalad zu machen, als auf einmal die Vibrationen ganz stark geworden sind. Ich wunderte mich ein bisschen warum, bis mir aufgefallen war, dass der Avocadokern aufgebrochen ist und ein kleiner Stängel herausragt.

Die starken Vibrationen machten mich neugierig und ich beschloss den Avokadokern in die Erde einzubudeln (schreibt man das denn so?). Kurz darauf verreisten mein Mann und ich für ein paar Wochen nach Brasilien. Als wir zurückkamen war der Avocadobaum schon 30cm hoch! (obwohl nur einmal gegossen ;). Jetzt wo er regelmässig Wasser bekommt wächst er so schnell, dass ich es fast schon mit blossem Auge sehen kann :).

Für mich ist die Fähigkeit Vibrationen zu fühlen, die uns Shri Mataji mit der Selbstverwirklichung geschenkt hat, eins der grössten Geschenke, die man überhaupt bekommen kann. Obwohl ich schon Jahre meditiere und bereits so viel Tolles in Sahaja Yoga erlebt habe, komme ich immer wieder ins Staunen. Als ich noch ein Kind war, dachte ich oft es wäre super so eine Art allwissenden nie-irrenden ;) Komputer zu haben, dem man immer eine Frage stellen kann und dann antwortet er mit ja oder nein. Ich habe nicht geahnt, dass ich noch etwas vieeel Besseres kriege :)

Wenn man nach der Selbstverwirklichung lernt die Sprache der Vibrationen zu entziffern und damit auch im Alltag experimentiert, kann man nicht nur auf den Handflächen den Zustand des eigenen Systems fühlen, sondern auch irgendeine Frage stellen und eine Antwort darauf bekommen.

Man wird zu seinem eigenen Meister. Es wundert mich manchmal, dass es nicht jeder lernen will. Schliesslich ist das nicht eine Sache des Glaubens, sondern der Erfahrung und die Vorteile, die sich daraus ergeben sind schirr unbeschreibbar!

Kunst hat viel mit Wahrnehmung zu tun. Ich habe bemerkt, dass sich meine Wahrnehmung seitdem ich Sahaja Yoga praktiziere verändert hat. Auch der Wunsch nach künstlerischem Ausdruck ist auf einmal in mir erwacht und seit drei Wochen besuche ich mit meinem Mann einen Aquarellekurs.

Ich habe Ähnliches von sehr vielen Yogis gehört. Manche beginnen auf einmal zu singen, andere ein Instrument zu spielen oder zu tanzen, scheinbar mühelos. Mein Mann zum Beispiel nahm als Teenager Gitarreunterricht. Es langweilte ihn aber schon ziemlich schnell und er gab es auf. Als er zu meditieren begonnen hat, brachte er sich das Gitarrespielen selber bei und ist zu einem, würde ich sagen, ausgezeichetem Musiker geworden.

Aber auch professionelle Künstler bemerken nach der Selbstverwirklichung eine Wandlung in ihrem Schaffen. Das Verständnis wird tiefer, der Ausdruck stärker, das Essenzielle kommt zum Vorschein. Die Bilder (z.B.) haben mehr Vibrationen, die sie lebendiger und ansprechender machen.

Das ist das erste Porträt, das ich seit der Grundschule gemalt habe :)

Sahaja Art


by Leela

Es gibt Orte, die so schön sind, dass einem fast der Atem stockt. Zu diesen Orten gehört zweifellos Brasilien. Man ist irgendwo in Brasilien und denkt sich: “wow, das ist so schön, es kann einfach nicht mehr überboten werden” und dann macht man zwei Schritte und es wird noch schöner.
Wie zum Beispiel an diesem Tag im Nationalpark in der Nähe von Penedo: wir gingen ca. eine halbe Stunde einen schmalen geschwungenen Pfad hinauf. Manchmal war unser Weg überdeckt von kleinen violetten Blumen. So poetisch! Und dann auf einmal stand dieser riesige Wasserfall vor uns. Wir blieben wie angewurzelt stehen und konnten vor Begeisterung ein paar Minuten nur noch ein einziges Wort sagen: “Wow!”

Nur zwei Stunden später als wir den National Park verlassen wollten, stellte mein Schwager fest, dass wir kein Benzin mehr im Tank haben und irgendwo stehen bleiben müssen. Er stellte das Auto am Wegrand ab und fragte ob wir mitkommen. Wir stiegen ein paar Stufen rauf aber statt der erwarteten Tankstelle, sah ich das schönste was ich je gesehen habe (und das war nur zwei Stunden dachdem ich gedacht habe, dass das schönste was ich je gesehen habe jener Wasserfall war :). Diese Dosis Schönheit so unerwartet war fast wie ein Schock!


Wieder blieb ich wie angewurzelt mit offenem Mund stehen. Nachdem ich mich ein bisschen erholt habe beschloss ich ein paar Fotos zu machen. (Ein Tourist sollte seine Pflichen nie vergessen! ;)).
Doch die Fotos waren sehr enttäuschend. Sie wiedergaben nicht mal mikrige paar Prozent von dem was die Augen sehen konnten. Alles sah so irgendwie ausgebleicht aus, farblos ohne Tiefenschärfe. Ich erwog kurz alle meine Brasilienfotos zu löschen und die Eindrücke in Erinnerung zu behalten.
Doch der Wille dies umzusetzten war nicht stark genug.

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